Das Dorf kennenlernen
Im Süden des Pelion liegt das bekannte Argalasti, ein traditionelles Bergdorf, das sich den Titel „Hauptstadt des Südpelion“ redlich verdient hat. Der Ort versinkt buchstäblich im Grün – vor allem Olivenhaine und wilde Wälder – und das passt bestens zu den vielen Sehenswürdigkeiten und der guten touristischen Infrastruktur des Dorfes.
Zur Herkunft des Namens gibt es zwei Versionen. Nach der ersten stammt er von den Wörtern „arga + elauno“ („langsam fahren“), denn der Überlieferung nach kam hier die Argo des Jason auf ihrer Fahrt nach Kolchis vorbei. Die zweite Version leitet den Namen vom Wort „rast“ ab, das Vergebung bedeutet. Fragen Sie ruhig die Einheimischen – wer weiß, vielleicht hören Sie noch eine ganz neue Erklärung. Die erste schriftliche Erwähnung des Dorfes stammt von 1653; gegründet haben es der Überlieferung nach nomadische Viehhirten während der osmanischen Herrschaft. Früher erlebte Argalasti Zeiten großer Blüte in Handel, Wirtschaft, Handwerk und Bildung.
Das Wahrzeichen des Ortes, das Sie auf den ersten Blick beeindrucken wird, ist der kunstvolle Glocken- und Uhrturm der dreischiffigen Basilika Agioi Apostoloi (1886). Der imposante, 45 m hohe Turm wurde 1914 aus einheimischem Marmor erbaut – als getreue Kopie des Glockenturms der Agia Fotini in Smyrna, der 1950 einstürzte.
Besuchen Sie unbedingt auch das Gebäude des Parthenagogeion, der früheren „Griechischen Schule“, auf das die Einheimischen sehr stolz sind. Es ist eine Stiftung von Theodore D. Giorgatzi; Anfang des 20. Jahrhunderts leitete es der berühmte griechische Dichter und Philologe Kostas Varnalis.
Zur schönen Landschaft der Gegend gehören außerdem steinerne Bogenbrücken wie die Brücke von Katsilohori (am Ortseingang), Brunnen aus Marmor und Stein (manche mit historisch bedeutsamen Inschriften) wie der Koeni-Brunnen oder der Brunnen von Agios Ioannis o Theologos, und natürlich Klöster, die nur darauf warten, entdeckt zu werden.
Machen Sie einen Ausflug zum Kloster Agios Nikolaos und genießen Sie von dort den traumhaften Blick auf den Pagasitischen Golf. Das ummauerte Kloster wurde 1732 erbaut und besitzt einzigartige nachbyzantinische Fresken. Es liegt im grünen Gebiet von Paou, genauer an der Stelle Kefalari, nur 2 km von Argalasti entfernt, inmitten von Olivenbäumen, hohen Bäumen und sprudelndem Wasser.
Das Dorf hat zudem einen sehr schönen gepflasterten Platz mit riesigen Platanen, wo Sie Kaffee oder Essen mit einheimischem Tsipouro (dem lokalen Tresterbrand) und Wein genießen können. Auch hier begegnet Ihnen die typische Pelion-Architektur: Zwischen vielen Neubauten sind traditionelle Ortsteile, gepflasterte Kalderimi-Pfade und klassizistische Herrenhäuser erhalten. In manchen Häusern finden sich sogar Reste antiker und byzantinischer Bauten.
Im Sommer füllt sich der Ort mit Menschen, wenn am 29. Juni das Fest der Apostel Petrus und Paulus mit viel Musik und Tanz gefeiert wird.
Wer im Sommer kommt, kann an einem der wunderschönen Strände in der Nähe baden. Argalasti ist das Tor zu den Stränden sowohl am Pagasitischen Golf als auch an der Ägäis. Am Pagasitischen Golf locken die Strände von Paou, Kalamos, Lefokastro und Chorto, auf der Ägäisseite die herrlichen Strände von Potistika, Paltsi und Melani.










