Das Dorf kennenlernen
Damouchari ist ein kleiner, malerischer Küstenort mit nur wenigen ständigen Bewohnern an der Ostseite des Pelion. Er liegt an der Ägäis und ist rund um seinen kleinen Naturhafen gewachsen. Damouchari ist der Hafen von Mouresi, das direkt darüber liegt, und ganz in der Nähe befindet sich der herrliche Strand von Agios Ioannis.
Der Ort besteht aus zwei kleinen Buchten, die durch eine schmale Landzunge getrennt sind. In der nördlichen Bucht liegt der malerische kleine Hafen mit Fischerbooten und Yachten, wo Sie in einer der wenigen Tavernen essen können. Früher war er der einzige Hafen im östlichen Pelion und erlebte Zeiten regen Handels; über ihn wurden die Bergdörfer mit Waren versorgt. Das steinerne türkische Zollhaus, heute baufällig, und einige alte Lagerhäuser erinnern noch an diese guten alten Zeiten.
Im südlichen Teil können Sie am traumhaften Strand baden, für den Damouchari weltweit bekannt ist. Die Einheimischen nennen ihn „Palia Damouchari“ (Alt-Damouchari). Typisch sind das tiefblaue, glasklare Wasser, die großen, runden, schneeweißen Kiesel und die Meereshöhlen unterschiedlicher Größe. Auf der Halbinsel zwischen den beiden Buchten liegen die Ruinen einer mittelalterlichen Burg.
Der Überlieferung nach gründeten venezianische Seeleute den Ort zur Zeit der venezianischen Vorherrschaft im Mittelmeer. Sie nutzten Damouchari als Station zum Auffüllen der Vorräte und zum Ausruhen auf ihren langen Reisen. Sie bauten auch die Burg zum Schutz vor Piraten und gaben dem Ort seinen Namen: Er soll von dem Ruf „Gib mir Gnade“ stammen, den die Venezianer im Gebet ausstießen, wenn sie von Piraten verfolgt wurden und die Burg zu erreichen versuchten (vom lateinischen „dammi“, „gib mir“, und dem griechischen Wort „chari“, „Gnade“). Das ist allerdings nicht die einzige Deutung – manche glauben, der Name bedeute „um der Liebe willen“.
Abgesehen von ein paar neuen Häusern und einer Handvoll Tavernen und Pensionen ist der Ort völlig unberührt geblieben und strahlt daher viel Charme und eine nostalgische Stimmung aus. Seine wilde Schönheit lässt einen glauben, man sei an einem exotischen Ort. Diese Schönheit lockte auch Hollywood an: Hier wurden Szenen des weltbekannten Films „Mamma Mia!“ mit Meryl Streep gedreht. Für die wenigen Bewohner war das ein besonderes Ereignis – sie sahen ihren Ort auf der ganzen Welt auf der Leinwand, lernten Hollywoodstars kennen und erlebten, wie eine so große Produktion entsteht. Für den Film wurde das Dorf buchstäblich so umgestaltet, dass es wie eine Insel aussah.
Das Dorf hat auch eine kleine, hübsche Kapelle, Agios Nikolaos, mit wunderbaren Wandmalereien von Ioannis Pagonis und anderen unbekannten Volkskünstlern aus der Zeit um 1800. Sie wurde 1747 erbaut; bewundernswert ist die handgeschnitzte hölzerne Ikonostase.
Ruhe, Frieden und Nähe zur Natur – das erwartet Sie in Damouchari. Wenn Sie sportlich sind und gerne wandern, erkunden Sie die malerischen gepflasterten Kalderimia (alte Maultierpfade) und die gut erhaltenen Wege. Auf diesen Kalderimia wurden bis vor wenigen Jahren Waren mit Eseln transportiert. Einer davon, die „Kagkiolia“, beginnt in der kleinen Schlucht am Ende des Strandes und führt auf einer wunderschönen Route nach Tsagarada; ein anderer führt zum Nachbarstrand Papa Nero.
















