Das Dorf kennenlernen
Was Makrirachi von den übrigen Dörfern des Pelion unterscheidet, ist seine lange Tradition im Blumenanbau. Das „Dorf der Blumen“ empfängt seine Besucher mit unglaublichen Farben und Düften – Blumen, die nur die Einheimischen so gut zu ziehen und zu verkaufen wissen. Gardenien, Kamelien, Hortensien und Magnolien gedeihen hier prächtig, und im Dorf hat auch die agrotouristische Blumenkooperative der Frauen von Makrirachi „I Gardenia“ ihren Sitz. Viele nennen den Ort sogar „Gardenochori“ (Gardeniendorf), denn die Gardenie war die erste Blume, die hier angebaut wurde und dem Dorf wirtschaftlichen Aufschwung brachte.
Makrirachi wurde während der osmanischen Herrschaft gegründet, das genaue Datum kennt man nicht. Am Strand Banikas, den es sich mit Anilio teilt, wurden jedoch Spuren antiken Lebens gefunden, und auf einem nahen Hügel sind Reste einer mittelalterlichen Burg erhalten, des Palaiokastro. Während der osmanischen Zeit war das Dorf für seine Seide berühmt, und im 19. und 20. Jahrhundert erlebte es Phasen des Wohlstands dank G. D. Kaniskeris, einem nach Ägypten ausgewanderten Sohn des Dorfes, der große Summen für gemeinnützige Projekte spendete. Den Namen gaben ihm die Bewohner selbst: Es liegt mitten auf einem langen („makri“) Bergrücken („rachi“) des Pelion, der bis ans Meer reicht.
Auch hier fehlen kirchliche Denkmäler nicht. Besonders interessant ist die Basilika Agios Ioannis o Prodromos (Johannes der Täufer), die 1851 renoviert wurde und herrliche Steinreliefs besitzt, außerdem die Kapellen Profitis Ilias, Agioi Anargyroi und Agios Konstantinos und Eleni.
Zum Entspannen empfehlen wir den hübschen gepflasterten Dorfplatz mit seinen malerischen kleinen Tavernen. Wer mehr unternehmen möchte, kann die Nachbardörfer besuchen, etwa Anilio, das durch die tiefe Schlucht Mega Rema von Makrirachi getrennt ist.
Zu welcher Jahreszeit Sie auch nach Makrirachi kommen – Sie werden es nicht bereuen. Dank der Nähe sowohl zum Skigebiet Agriolefkes als auch zu den wunderschönen Stränden der Ägäis ist es ein ideales Ziel für das ganze Jahr.
Zum Baden fahren Sie an den Strand von Agioi Saranta, der als einer der besten des Pelion gilt: herrlicher goldener Sand, tiefblaues Wasser und Felsen ringsum. Er liegt nur 3 km von Makrirachi entfernt und ist nach der kleinen Kirche Agioi Saranta benannt, die dort steht. Ganz in der Nähe liegen auch Ai Giannis und Papa Nero.
Gut zu wissen: In den Sommermonaten veranstaltet die Blumenkooperative der Frauen von Makrirachi im Dorf eine Blumenausstellung, auf der Sie ein Fest der Farben und Düfte erleben und Ihre Lieblingsblumen kaufen können. Wenn Sie zu dieser Zeit hier sind, sollten Sie diese Initiative unbedingt unterstützen!
















