Zagora, Ost-Pelion
DORF · OST-PELION

Zagora

Zauberhaft und herrschaftlich

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DORF · OST-PELION
Zagora

Zauberhaft und herrschaftlich

Zagora, Ost-Pelion
HÖHE480m
AB VOLOS44 km
EINWOHNER2.075
NÄCHSTER STRANDAgioi Saranta · 3 km
SKIGEBIET20 km
REGIONOst-Pelion

Das Dorf kennenlernen

Das wunderschöne Zagora, das einwohnerstärkste Dorf des Pelion, ist ein Bergort mit reichem kulturellem Erbe. Es liegt an den grünen Osthängen des Pelion und blickt auf die Ägäis. Besonders macht es seine Aufteilung in vier Viertel, die jeweils ihren eigenen Charakter bewahrt haben: Perachora, Agia Kiriaki, Agios Georgios und Metamorfosi.

Die Geschichte des Ortes beginnt im 12. Jahrhundert, doch zahlreiche Funde und Ruinen belegen, dass es hier schon in homerischer Zeit Siedlungen gab. Das 1160 n. Chr. gegründete Kloster Metamorfoseos tou Sotiros (Verklärung des Erlösers) war die Keimzelle des heutigen Dorfes. Im 17. und 18. Jahrhundert erlebte Zagora eine große wirtschaftliche und geistige Blüte, wovon die vielen Herrenhäuser zeugen. Hier wurden zahlreiche bedeutende Gelehrte und Wissenschaftler geboren, etwa der Historiker Giannis Kordatos, und der Ort war ein wichtiges Handelszentrum – vielleicht haben Sie schon von den viel besungenen „Schiffen von Zagora“ gehört.

Zur Herkunft des Namens gibt es zwei Versionen. Nach der ersten stammt er vom slawischen Wort „Zagora“, das „hinter dem Berg“ bedeutet – vermutlich nannte man deshalb früher alle Dörfer auf der Rückseite des Pelion „Dörfer von Zagora“. Nach der zweiten kommt der Name von „zoa + agora“ (Tiere + Markt), nach einem Viehmarkt, der früher hier stattfand.

Wenn Sie in Zagora sind, besuchen Sie unbedingt die Schule des Rigas Feraios (1777), die älteste Schule des Pelion, an der der berühmte Kämpfer der Griechischen Revolution lernte; später wurde sie in „Griechisches Museum“ umbenannt. Gegründet wurde sie vom aus Zagora stammenden Patriarchen Kallinikos, und viele weitere bedeutende Geister gingen hier zur Schule, darunter Anthimos Gazis, Grigorios Konstantas und Kallinikos Lapatis (Patriarch von Konstantinopel). Innen wie außen ist das Gebäude hervorragend erhalten und wird Sie begeistern.

Am zentralen Platz liegt die Öffentliche Bibliothek von Zagora mit einem reichen und seltenen Bestand von rund 25.000 Titeln. Sie wurde 1762 gegründet; die ersten Bücher schickte der griechische Auswanderer Ioannis Prigkos aus Amsterdam. Bei einem Besuch entdecken Sie wertvolle Buchsammlungen, seltene Handschriften und Kodizes. Die Bibliothek verleiht Bücher und hat auch einen Lesesaal.

Im Dorf warten außerdem viele Kirchen darauf, entdeckt zu werden: Agia Paraskevi, 1803 auf den Ruinen einer älteren Kirche erbaut; Agios Georgios, zwischen 1762 und 1792 auf Initiative des Patriarchen Kallinikos IV. neben dem Platz des gleichnamigen Viertels errichtet; und die Metamorfosi oder Sotira mit ihrer langen Geschichte.

Bei einem Spaziergang durchs Dorf entdecken Sie Häuser im traditionellen Baustil, Herrenhäuser, die von der glanzvollen Vergangenheit erzählen, und zahlreiche Marmorbrunnen mit kunstvollen Verzierungen. Die Menschen im Pelion lieben Blumen, und Zagora ist da keine Ausnahme: Gardenien, Hortensien und viele andere Blumen schmücken die Häuser.

Probieren müssen Sie in Zagora unbedingt die Äpfel und die kleinen Firikia-Äpfel, die berühmten „Zagorin“ der Genossenschaft von Zagora, die sogar auf ausländischen Märkten gefragt sind. Anfang September findet außerdem das „Apfelfest“ statt, ein Volksfest mit viel Musik und gutem Essen.

Kaufen Sie auch unbedingt einige der traditionellen Süßigkeiten und regionalen Produkte – sie sind von ausgezeichneter Qualität.

Zagora verbindet Berg und Meer und lohnt sich daher zu jeder Jahreszeit. Im Winter erreichen Sie das 20 km entfernte Skigebiet von Chania (Agriolefkes). Zum Baden im Sommer fahren Sie nach Horefto, dem Hafenort von Zagora mit seinem herrlichen Sandstrand, oder an den Strand von Agioi Saranta.