Agria, Zentral-Pelion
DORF · ZENTRAL-PELION

Agria

Genuss am Meer

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DORF · ZENTRAL-PELION
Agria

Genuss am Meer

Agria, Zentral-Pelion
HÖHE5m
AB VOLOS8 km
EINWOHNER5.191
NÄCHSTER STRANDSoutrali · 1,8 km
SKIGEBIET19 km
REGIONZentral-Pelion

Das Dorf kennenlernen

Agria ist eine Kleinstadt am Nordostufer des Pagasitischen Golfs und bei Urlaubern sehr beliebt: Neben ihrer Naturschönheit, fruchtbarem Boden und einem langen, schönen Strand wächst sie auch kräftig. Agria gilt als das Pelion-Dorf, das Volos am nächsten liegt – nur 10 Minuten entfernt. Das ist auch einer der Gründe, warum viele Einwohner von Volos hierher für kurze Ausflüge und Sommertage am Meer kommen.

Die Geschichte des Ortes ist lang und bedeutend, vor allem in den letzten Jahrhunderten ging es steil bergauf. Früher war Agria der Hafen für Drakia und Agios Lavrentios; von hier aus wurden landwirtschaftliche und handwerkliche Erzeugnisse verschifft. Die ersten Häuser entstanden Anfang des 19. Jahrhunderts, die eigentliche Blütezeit als Siedlung und später als Kleinstadt begann aber erst nach dem Anschluss Thessaliens an Griechenland, als die Küstenstraße und die Eisenbahn gebaut wurden. Dennoch ist Agria ein recht junger Ort: Erst 1912 wurde es eine eigene Gemeinde, und von da an wuchs auch die Einwohnerzahl.

Woher der Name Agria stammt, ist umstritten; vier Erklärungen sind am weitesten verbreitet. Manche leiten ihn von der Pflanze „agriás“ ab, andere von den wilden Olivenbäumen (griechisch „ágries eliés“), die bis an den Strand reichten, wieder andere von der Wendung „ek tis ágras ton alieón“ – „vom Fang der Fischer“. Die verbreitetste Ansicht, vertreten vom Gelehrten Patroklos Palamidas aus Lechonia, besagt, dass der Name auf einen antiken Tempel der Artemis Agraia zurückgeht.

Wo wir schon bei Tempeln sind: Entdecken Sie die vielen Kirchen im Ort und in seiner Umgebung. Besonders schön ist die Kapelle Timios Stavros (Heiliges Kreuz) auf dem Hügel Anemoutsa an der Straße von Agria nach Drakia, die aus dem 17. Jahrhundert stammt. Ihre prachtvoll bemalte und geschnitzte Ikonostase wird Sie beeindrucken, und vom Hügel aus haben Sie einen Panoramablick über Agria und den Pagasitischen Golf. Besuchen sollten Sie auch die Höhlenkirche Panagia tis Tripas (Goritsa), die außerhalb von Agria an der Straße nach Volos direkt am Meer auf einen Felsen gebaut ist. Sie ist keine gewöhnliche Kirche, sondern eine Felsgrotte an der Küste – daher auch ihr Name „Tripa“, das Loch. Geweiht ist sie Mariä Geburt. Jedes Jahr zum Fest der Zoodochos Pigi (Lebensspendende Quelle) strömen zahlreiche Gläubige herbei, um ihr die Ehre zu erweisen. Wenn Sie dort sind, vergessen Sie nicht, sich etwas zu wünschen und eine Münze in den kleinen Teich im Inneren zu werfen.

Direkt oberhalb von Goritsa fuhr früher auch der Moutzouris vorbei, die berühmte kleine Bahn des Pelion. Sie können auf den Gleisen bis zum alten Bahnhofsgebäude wandern, das Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet wurde – ein auffälliger zweistöckiger Bau in Rosa, architektonisch sehr interessant und reich verziert.

In ganz Griechenland ist Agria noch aus einem anderen Grund bekannt: Hier steht die Fabrik der beliebten Limonaden „EPSA“, 1924 von den Brüdern Kosmadopoulos gegründet. Für die Bewohner war die Gründung ein Jahrhundertereignis – ihretwegen wurde das Dorf überhaupt ans Stromnetz angeschlossen. Heute ist EPSA einer der erfolgreichsten griechischen Getränkehersteller. Probieren Sie unbedingt eine Orangeade oder Limonade von EPSA, sie gehören zu den besten. Auf dem Fabrikgelände gibt es auch ein Museum, in dem Besucher die Geschichte von EPSA kennenlernen, die heutige Produktion verfolgen und die Produkte entdecken können.

Am schönen Strand von Agria können Sie nicht nur baden, sondern auch Wasserski fahren oder angeln. An der Uferpromenade gibt es viele Tavernen und Tsipouradika – Lokale, in denen man Tsipouro, den lokalen Tresterbrand, mit kleinen Häppchen serviert bekommt. Hier genießen Sie traditionelle Pelion-Mezedes oder Meeresfrüchte. Für den Abend bieten die Clubs der Gegend und der Küstenort Soutrali ausgelassene Partynächte.

Seit den 1950er-Jahren findet jedes Jahr Ende Juli am Strand von Agria die Veranstaltungsreihe „Psaradiki Vradia“ (Fischerabend) statt – mit Musikabenden, Theateraufführungen, viel Feiern und Tanz. Dabei leben die Bräuche der Fischer wieder auf, und es gibt reichlich Fisch. Seit 25 Jahren ist außerdem das Internationale Festival für klassische Gitarre der Gemeinde Agria eine feste Institution, an dem Solisten aus aller Welt teilnehmen.

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