Die Route
Ano Lechonia ist eines der ersten Dörfer, auf die Sie im Pelion treffen. Das große Dorf besitzt viele Baudenkmäler, die meisten allerdings vom Zahn der Zeit gezeichnet und verfallen. Einige kleine Wehrtürme und Herrenhäuser sind jedoch als Zeugen der Vergangenheit erhalten geblieben. Auch die jüngere Geschichte hat hier Spuren hinterlassen – das Dorf wurde zu einem Symbol des Widerstands: Am 8. Juli 1944 überwältigte eine Einheit der ELAS (der griechischen Volksbefreiungsarmee) die deutsche Wache und besetzte das Hauptquartier der SS. Heute fahren die meisten achtlos durch, denn die Hauptstraße, die den Ort durchquert, zeigt nichts von seinen Schönheiten – für den besser informierten Besucher ist er aber sehr interessant. Das malerische Dorf hat seine engen Gassen und niedrigen Häuser mit großen Gärten bewahrt. Die Einheimischen bewirtschaften wie viele andere passionierte Bauern im fruchtbaren Pelion ihr Land und liefern eine große Vielfalt an regionalen Erzeugnissen.
In Lechonia beginnt die Pelion-Bahn (der „Moutzouris“) ihre Fahrt nach Milies – eine wunderschöne Strecke mit steinernen Bogenbrücken, Schluchten, Bäumen, üppigem Grün und alten Siedlungen. Von hier aus startet auch unsere Tour zu den Bergdörfern des zentralen Pelion. Vom Bahnhof geht es Richtung Agios Georgios. Der erste Abschnitt ist schattig und verläuft parallel zum Bach Koufala, der das ganze Jahr über Wasser führt und einer der wenigen Bäche im Pelion ist, in denen es noch Forellen gibt. Wir passieren Paliokastro, links von uns liegt Agios Vlasios. Der Anstieg ist nicht ganz leicht, doch Augen und Kopf sind damit beschäftigt, die Landschaft aufzunehmen. Unter uns breitet sich der Pagasitische Golf aus, gegenüber das Othrys-Gebirge und das griechische Festland, dann die Stadt Volos, keine 10 Kilometer entfernt. Weiter bergauf werden die Kurven zu Haarnadelkurven und die Straßenränder immer kahler, bis wir das Dorf Agios Georgios erkennen.
Hinter dem Dorf liegt die Stelle „Rachi“, mit 675 m der höchste Punkt der Route. Danach geht es 8 Kilometer bergab durch Pinakates, Vizitsa und Milies. Die Abfahrt ist schnell und macht großen Spaß, verlangt aber Vorsicht, besonders auf dem Abschnitt zwischen Pinakates und Vizitsa. Das nächste Dorf ist Milies; danach biegen wir an der Kreuzung links Richtung Neochori ab – ein Anstieg von 5 km, rechts von uns das Gebiet des Panagiotiko-Staudamms – und an der folgenden Kreuzung rechts in die lange Abfahrt. Hier ist die Straße breit und offen, die Kurven erlauben hohe Geschwindigkeiten. Noch ein kleiner Anstieg, und wir sind im Dorf. Der schwierige Teil der Route liegt hinter uns, die großen Steigungen sind geschafft. Jetzt bleibt nur noch die Abfahrt nach Afetes und weiter zum Küstendorf Koropi; die letzten 12 Kilometer führen an der Küste des Pagasitischen Golfs entlang. Die Tour endet nach 50 Kilometern dort, wo sie begonnen hat – und Sie haben einen sehr guten Vorgeschmack auf den Pelion bekommen. Die Anstiege zu den Bergdörfern, die offenen Abfahrten und die Abschnitte am Meer mit kleinen Fischerdörfern vermitteln ein gutes Bild der Gegend; um sie aber in ihrer ganzen Pracht kennenzulernen, braucht es noch viele Kilometer mehr.
Route freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Montis Ordo
In der Nähe
Die Pelion-Bimmelbahn „Moutzouris“Sehenswürdigkeit · 0,3 km
Keramikmuseum „Anetopoulos“Sehenswürdigkeit · 1,1 km
Kirche Agios VlasiosSehenswürdigkeit · 1,8 km
Kloster Genesiou TheotokouSehenswürdigkeit · 2,3 km
Kloster Pammegiston TaxiarchonSehenswürdigkeit · 2,7 km
Museum des Bildhauers NikolasSehenswürdigkeit · 3,1 km







