Die Route
Eine klassische lange Überschreitung im östlichen Pelion: Wir ziehen über die Gipfel Agriolefkes, Golgothas, Schidzouravli, Dramala und Mega Isoma nach Osten und erreichen schließlich den Taxiarchon-Platz in Tsagarada. Auch im Sommer ist die Tour sehr angenehm, da sie in großer Höhe durch schattigen Buchenwald führt. Dazu bietet sie einige Stellen mit großartiger Aussicht. Die Anreise von Volos nach Chania und die Rückfahrt von Tsagarada sind mit dem Überlandbus des KTEL möglich.
Ausgangspunkt ist die Hütte des EOS Volos (Griechischer Bergsteigerverein) im Skigebiet von Chania. Links vom Hüttengebäude, neben dem Denkmal für den Skifahrer Pappas, führt ein ansteigender Feldweg weiter, der an der breiten Skipiste „Panorama“ endet. Der Piste folgend erreichen wir die Gipfelsäule der Agriolefkes (1470 m). Wer nicht auf den Gipfel will, findet auf der gegenüberliegenden Seite der Piste einen markierten Pfad, der den Gipfel im Osten umgeht.
Nach einer kurzen Pause, um die Aussicht zu genießen, geht es in gleicher Richtung auf einem rot markierten Pfad bergab, der weiter unten von links auf den eben erwähnten Umgehungspfad trifft. Bald steigen wir wieder an zur Lichtung des Golgothas auf 1430 m. Auf diesem Gipfel stürzten vor einigen Jahren zwei F-16-Kampfflugzeuge ab, vier Piloten kamen ums Leben. Wer sich etwas umsieht, findet noch Metallteile der Wrackreste.
Vom Golgothas führt unser Pfad nach Südosten bergab. Wir lassen rechts eine Abzweigung nach Agios Lavrentios und eine zweite nach Agios Georgios liegen und erreichen eine weitere Kreuzung, an der wir einen schmalen Forstweg überqueren. Die Gegend hier heißt Monastiraki. Auf der anderen Seite des Weges führen zwei Pfade weiter. Der linke, blau markierte, fällt leicht ab in Richtung Lakka Morogianni–Ftiritsa. Wir nehmen den rechten, rot markierten, der nach Osten den Hang hinauf Richtung Dramala führt.
Nach einem kurzen Stück verlassen wir den Pfad und folgen den Markierungen nach rechts (Achtung!). Es geht steil einen schwierigen Steig hinauf, der weiter oben mit einem Sicherungsseil versehen ist. Da der Gipfel Schidzouravli felsig und recht unzugänglich ist, führte früher kein offizieller Weg hinauf; diese markierte Variante haben Bergsteiger angelegt. Wer nicht über den Schidzouravli gehen möchte, bleibt einfach bequem auf dem bisherigen Pfad und kommt so direkt zur Dramala.
Schließlich erreichen wir den felsigen Grat und gehen nach Osten bis zum höchsten Punkt mit der Gipfelsäule (1450 m). Die Aussicht von hier ist grandios. Im Norden sehen wir den Gipfel Pourianos Stavros mit den Militärradaranlagen, weiter westlich Pliasidi, Aidonaki und Agriolefkes. In der Ferne zeigen sich bei klarer Sicht Kissavos, Olymp und Athos. Im Süden erkennen wir den Dirfys, weiter rechts das Othrys-Gebirge, den Parnass und im Westen die Berge des Pindos. Unter uns erstreckt sich der Pagasitische Golf bis nach Trikeri und dahinter das endlose Blau der Ägäis.
Wenn wir uns an der Schönheit der Natur sattgesehen haben – was nicht leicht ist –, gehen wir den roten Markierungen folgend weiter nach Osten. Sie führen uns wieder hinab in den Wald, und wir gehen in gleicher Richtung auf ebenem Gelände weiter. Schräg rechts zweigt ein Pfad bergab nach Agios Georgios ab. Bald erreichen wir eine offene Fläche mit Farnen und finden nach einem kurzen Anstieg die trigonometrische Säule der Dramala (1455 m).
Von der Säule geht es auf dem Pfad weiter, der bald nach Süden abbiegt und bergab führt. Von links kommt ein Pfad aus Mouresi hinzu. Wir gelangen auf offenes Gelände mit Blick auf die Gipfel im Westen. Bald erreichen wir eine Kreuzung mit Wegweiser, an der wir links Richtung Tsagarada gehen und uns wieder nach Ost-Nordost wenden (geradeaus führt ein Pfad bergab nach Agios Georgios). Nach einem weiteren kurzen Anstieg queren wir eine kleine Lichtung auf ebenem Boden, immer im dichten Buchenwald. Hier befinden wir uns an der Stelle Mega Isoma.
Stetig nach Ost-Nordost gehend, beginnen wir nun auf dem Bergrücken abzusteigen, und die Buchen werden immer höher. Der Pfad ist undeutlich, doch die Markierungen an den Bäumen helfen uns. Köhlergruben und in Stämme geritzte Buchstaben erinnern daran, dass hier einst häufig Menschen unterwegs waren: Holzfällertrupps, die monatelang im Wald lagerten, der damals vom Klang ihrer Äxte und ihren Rufen widerhallte. Gewaltige Felsblöcke neben riesigen, hohen Buchen schaffen eine eindrucksvolle Kulisse, besonders bei Nebel – man meint fast, gleich würden die Kentauren vor einem auftauchen.
Während wir weiter dem Rücken bergab folgen, führen uns die Markierungen zu einem natürlichen Balkon, einer „Vigla“ (Aussichtspunkt), auf 1090 m Höhe. Von hier möchte man gar nicht mehr weg, die Aussicht ist überwältigend. Direkt unter uns fällt die tiefe Schlucht des Milopotamos ab, dicht mit Kastanien und Buchen bewachsen. Links schäumt die Ägäis, darüber die ersten Häuser von Tsagarada und Xourichti. Hinten rechts sieht man Neochori an einem nach Westen gewandten Hang. Skiathos, Skopelos und Alonissos liegen im Osten Seite an Seite. Allein dieser großartige Ort ist es wert, die Tour zu gehen.
Doch irgendwann müssen wir weiter. Steiler bergab und immer den Markierungen nach queren wir schräg nach rechts einen schmalen Forstweg und kommen weiter unten wieder auf einen Weg, dem wir ein Stück bergab folgen. Der Pfad führt links weiter und mündet erneut in einen Weg. Wir folgen ihm bergab und erreichen nach wenigen Metern eine Kreuzung mit einem breiteren Weg, wo wir rechts gehen (links geht es zur Kapelle Agios Athanasios en Atho). Dieser Weg kommt aus Tsagarada.
Wenn wir links achtgeben, sehen wir sofort die Fortsetzung des Pfades, der weiter unten wieder auf den Weg trifft; nach dreißig Metern finden wir ihn erneut links und folgen ihm. Wir kommen wieder auf den Weg, gehen stetig bergab, und wenige Meter weiter, wo der Weg eine Rechtskurve macht, halten wir uns links an der Kurvenaußenseite und finden gleich rechts den Pfad, der durch den Kastanienwald hinabführt. Weiter unten gehen wir am Zaun eines Ferienhauses rechts von uns entlang und kommen wieder auf den Weg. Nach dreißig Metern (Achtung!), wo neben dem Weg eine verfallene Hütte und ein kleiner Bildstock stehen, biegen wir den Markierungen folgend am Strommast rechts in einen schmalen Weg bzw. ein Kalderimi (gepflasterter Maultierpfad) ein und gehen nach zwanzig Metern am Betonwasserbecken links.
Zwischen den ersten Häusern des Dorfes hinab erreichen wir schließlich über das Kalderimi die asphaltierte Hauptstraße Volos–Tsagarada und den Taxiarchon-Platz, der etwas weiter rechts unterhalb der Straße liegt.
Die Routenangaben wurden von walking-pilion.blogspot.gr in Zusammenarbeit mit dem Griechischen Bergsteigerverein (EOS) Volos und den Freunden der Kalderimia im Süd-Pelion zur Verfügung gestellt.
In der Nähe
Volkskundemuseum für ländliches und kulturelles ErbeSehenswürdigkeit · 3,2 km
Kloster Agios LavrentiosSehenswürdigkeit · 3,4 km
Kirche Agios Apostolos o NeosSehenswürdigkeit · 3,5 km
Kloster Pammegiston TaxiarchonSehenswürdigkeit · 4,5 km
Kirche Agia MarinaSehenswürdigkeit · 4,6 km
Kloster Genesiou TheotokouSehenswürdigkeit · 4,7 km







